Meditation

Während Meditation in früheren Zeiten nur von Anhängern verschiedener Religionen und Kulturen, meist von spirituellen Menschen, ausgeübt wurde, wird Meditation in der heutigen Zeit immer populärer. Mit gutem Grund – in unserer schnelllebigen, stressigen Zeit ist es wichtiger denn je, sich hin und wieder eine Auszeit vom Alltag zu nehmen. Und dafür ist die Meditation eine hervorragende Methode.

Der Begriff Meditation stammt vom lateinischen Wort meditatio ab, was so viel wie nachdenken, nachsinnen, überlegen bedeutet. Bei der Meditation geht es darum, den inneren Dialog, das ständige Kreisen der Gedanken abzuschalten und möglichst an nichts zu denken. Das wirkt beruhigend und entspannend auf Körper, Geist und Seele. Regelmäßiges Meditieren wirkt sich sehr positiv auf die psychische Gesundheit des Menschen aus, indem es Stimmung, Konzentration und Denkvermögen verbessert. Ebenso wirkt regelmäßige Mediation ausgleichend auf das Herz-Kreislauf-System und kann Blutdruck und Puls regulieren.

Es gibt verschiedenen Formen der Meditation: grundsätzlich wird unterschieden in passive und aktive Meditation. Die passive Meditation wird im Sitzen praktiziert, wobei es nicht unbedingt erforderlich ist, wie ein Yogi im Lotus sitzen zu können. Die passive Meditation kann auch auf einem Stuhl oder der Couch sitzend durchgeführt werden. Im Gegensatz gehört zur aktiven Meditation körperliche Bewegung oder lautes Rezitieren.

Jede und jeder kann meditieren erlernen. Ich höre zwar oft: „Oh je, solange sitzen ohne zu denken, das kann ich nicht.“ Ich erinnere mich gut an meine ersten Meditationsversuche. Anfangs habe ich mir immer einen Wecker gestellt – erst einmal auf 30 Minuten. Zwischendurch kam mir dann der Gedanke „die 30 Minuten müssten doch jetzt langsam rum sein“. Beim Blick auf den Wecker stellte ich fest, dass es erst 5 Minuten waren. Wenn ich es überhaupt mal ausgehalten habe, die halbe volle halbe Stunde zu sitzen, hat es andauernd irgendwo gezwickt, gejuckt oder ich musste mich anders setzen. „Meditation ist nichts für mich“, habe ich mir da gedacht. Inzwischen kann ich 1,5 Stunden sitzen ohne, dass ich meine Sitzposition verändern müsste und ohne, das Bedürfnis zwischendurch auf die Uhr zu schauen. Und wenn ich das lernen konnte, können das alle. Inzwischen liebe ich die wohltuende, entspannende Wirkung von Meditation.

Aus meiner Erfahrung ist es gut, in einer Gruppe zu meditieren, zumal für Anfänger. Ebenso ist es hilfreich zunächst mit geführten Meditationen zu beginnen. Das macht es leichter, die eigenen Gedanken beiseite zu schieben. Außerdem trägt die Gruppendynamik dazu bei, dass sich alle besser auf die Meditation und die Entspannung einlassen können.