Entspannungs-Hypnose

Stress ist in der heutigen Zeit zu einer Volkskrankheit geworden. Fast jeder hat Stress oder ist im Stress – häufig ausgelöst durch erhöhten Leistungsdruck, Zeitmangel, Zukunftsängste, ständige Erreichbarkeit und andere Stressoren. Die Auswirkungen von Stress sollten nicht unterschätzt werden. Burnout und Schlafstörungen sind im Grunde nur die ersten Warnzeichen. Laut Bruce Lipton (US-amerikanischer Entwicklungsbiologe) entsteht jede Krankheit durch Stress. Doch schauen wir uns zunächst einmal an, wie Stress überhaupt entsteht. Dazu müssen wir zurückgehen in die Zeit des Säbelzahntigers.

In Stress-Situationen werden in unserem Gehirn, nämlich im Hypothalamus, Hormone ausgestoßen. Diese Hormone gelangen über die Hypophyse in die Nebennieren, wo daraufhin Stresshormone – Adrenalin – freigesetzt werden. Dies führt dazu, dass das Blut aus dem Körper in die Extremitäten – also die Arme und Beine – geleitet wird. Im Gehirn bewirkt das Adrenalin, dass die Synapsen nicht mehr feuern können, d.h. wir können nicht mehr denken. Dies ist ein Vorgang, der eben noch aus den Urzeiten stammt und zu der Zeit durchaus erwünscht war. In dem Moment, in dem der Mensch sich einem Säbelzahntiger gegenüber sah, blieb keine Zeit lange darüber nachzudenken, was jetzt zu tun ist. Dieser Zustand wird auch Kampf- oder Flucht-Modus genannt. Hier musste blitzschnell die Entscheidung gefällt werden, ob ein Kampf Aussicht auf Erfolg hatte oder es besser war, die Flucht zu ergreifen. Dazu dient auch der Mechanismus, dass die ganze Durchblutung in Armen und Beinen konzentriert wird. Ebenso werden sämtliche Körperfunktionen vorübergehend abgeschaltet, die in dieser Kampf- oder Flucht-Situation nicht benötigt werden. Und davon ist auch die Immunabwehr betroffen. Wenn ich den Säbelzahntiger nicht im Kampf besiege oder erfolgreich vor ihm fliehen kann, nützt es mir nichts mehr, dass ich die gerade umherschwirrenden Bakterien abgewehrt habe – die schaden dann höchstens dem Tiger, nachdem er mich gefressen hat. Der Körper schaltet sozusagen um auf Notfall-Versorgung. Man kann sich die Immunabwehr auch vorstellen, wie eine Armee, die sich gegen Angriffe von außen wehrt. Während ich an der einen Front kämpfe, dringt der Feind – in dem die Erkrankung – über eine Lücke in der Abwehr ein.

Auch wenn wir heute in unserer Umgebung keine Säbelzahntiger mehr antreffen, wirkt dieser Effekt in unserem Gehirn immer noch. Stellvertretend für den Tiger stehen heute andere Auslöser, wie der Job, Vorgesetzte, Lebenspartner, die Nachbarschaft oder gefährliche Situationen.

Je länger oder öfter der Stress anhält, umso gravierender sind natürlich die Schädigungen, die dadurch angerichtet werden. Unser Körper ist dann so damit beschäftigt, sich zu wehren, dass keine oder nicht genug Energie dafür aufgewendet werden kann, um die Gesundheit aufrecht zu erhalten und sich um die normalerweise ständig statt findende Zellerneuerung zu kümmern. Das versetzt den Körper, wie man sich vielleicht denken kann, noch mehr in Stress. So entstehen Krankheiten dadurch, dass der Körper nicht die notwendige Zeit hat, um sich zu regenerieren.

Bereits im Mutterleib werden wir von den Wahrnehmungen und den daraus resultierenden Empfindungen unserer Mutter beeinflusst. Dies geschieht nicht nur über das Gehirn, d.h. nicht aufgrund irgendwelcher Denkvorgänge, sondern die Chemie und das Blut der Mutter beeinflussen die Genetik des Babys im Mutterleib. Etwa ab der Hälfte der Schwangerschaft ist dann auch das Gehirn des Babys soweit entwickelt, dass es bereits anfängt zu lernen. So kann es durch die Bauchdecke hindurch bspw. die Stimme des Vaters bereits erkennen und wird so schon in diesem Stadium durch Aussagen der Umwelt beeinflusst. Unsere Stressreaktionen und biochemischen Muster werden so bereits während der Schwangerschaft geprägt. Dies wirkt sich darauf aus, wie wir in unserem späteren Leben mit unseren Gefühlen umgehen und wie wir emotional reagieren. Diese Prägungen sind uns häufig nicht bewusst und vielleicht nicht so leicht zu durchbrechen, aber sie sind grundsätzlich veränderbar. Genauso wirken Programmierungen, die wir in den ersten 2 Jahren durch Erziehung und unsere Erfahrungen stark auf uns ein. Allerdings können wir uns daran zum einen nicht erinnern und zum anderen handelt es sich um Eindrücke, die nicht in Worte gefasst und nicht hinterfragt werden konnten und können, auch nicht im Nachhinein.

Vielleicht kennen Sie ja den Ausspruch „Stress macht man sich selbst!“ Viele werden jetzt vielleicht denken: „So ein Quatsch!“ Aber … ist das wirklich so ein Quatsch? Bin ich dem Stress hilflos ausgeliefert? Meine Antwort ist: Nein, ich habe die Wahl! Ok, bis auf wenige Ausnahmesituationen – in einer Schrecksituation werde auch ich nicht verhindern können, dass mein Adrenalin-Spiegel steigt. Ansonsten habe ich in der Regel die Wahl, ob ich mich aufrege oder nicht – Gelassenheit ist erlernbar. Insofern liegt es an uns selbst, worüber es sich aufzuregen lohnt. Aus meiner Sicht ist es nicht notwendig, sich über das vermeintliche Fehlverhalten anderer Menschen oder über irgendwelche Katastrophen groß und lang aufzuregen. Damit ändern wir ja nichts daran, sondern schaden nur unserer eigenen Gesundheit.

Doch selbst wenn wir manche Stressoren nicht wirklich abstellen können, weil wir unsere Lebensumstände gerade nicht so einfach verändern können, haben wir dennoch die Möglichkeit, die Folgen von Stress in Grenzen zu halten. Das geht, indem ich eine Balance zwischen Anspannung und Entspannung schaffe und dadurch meinem Körper die Möglichkeit gebe, sich ausreichend zu regenerieren. Mit einer Entspannungs-Hypnose können wir in einen Zustand von Gelassenheit, Zufriedenheit und Wohlbefinden eintauchen. Körper, Geist und Seele können sich dabei grundlegend regenerieren und kommen wieder in die Balance. Die Entspannung sorgt so dafür, dass wir eine Auszeit vom Alltag nehmen und sich vielleicht sogar so manches Problem von selbst auflöst.

Genehmigen Sie sich eine Auszeit vom Alltag und melden Sie sich noch heute zu einer Sitzung für eine Entspannungs-Hypnose an.